TRI - CYCLES
SENSUS

'Sensus' ist die Eigenmarke des Pro Riders Cameron Zink. Viele namenhafte Dirt und Slopestyle Kollegen wie Brandon Semenuk, Cam Mccaul oder Andrew Lacondeguy sind unterwegs mit den Griffen des Freeride-Stars. Nun haben wir auch die stylischen Shirts im Sortiment.

"Dann lass uns sagen: Du bist einfach ein sehr selbstbewusster Kerl mit dicken Eiern, der geil Rad fahren kann."
CAMERON ZINK
Boris Beyer vom Magazin Mountainbike Rider interviewte in einem kleinen französischen Restaurant Cameron Zink mit seinem besten Freund und Buddy Kyle Strait.

Hi Cam! Bevor wir loslegen, erstmal Glückwunsch zu deinem zweiten Platz hier beim Chatel Mountain Style und vielen Dank, dass Du dir die Zeit für uns nimmst!
Cam: Yeah, vielen Dank! Und die Zeit für ein Interview mit Euch nehme ich mir gerne.

Als erstes darfst Du Dich wie alle unsere Interviewpartner in einem Satz selbst beschreiben.
Cam: Puh, das ist garnicht so einfach!
Kyle: Der Typ interessiert sich einfach einen Dreck dafür, wie groß oder weit ein Sprung ist und sendet die Dinger einfach!
Cam: (lacht) Ja, so ungefähr könnte man mich beschreiben - sich weniger Sorgen machen und das Ding einfach senden. Was aber nicht heißen soll, dass ich mir vorher keine Gedanken machen würde. Am Ende möchte ich doch das Event in einem Stück verlassen.
Kyle: Dann lass uns sagen: Du bist einfach ein sehr selbstbewusster Kerl mit dicken Eiern, der geil Rad fahren kann.
Cam: Gute Antwort, Bro! Das können wir so stehen lassen!

Normalerweise würden wir dich jetzt nach Deinen Mountainbikeanfängen fragen, aber gerade bei Dir drängt sich uns erstmal die Frage auf nach Deinem legendären 360'er vom "Oakley Sender" beim Rampage 2010. Was geht einem durch den Kopf, wenn man beim ersten Versuch einschlägt und kurz darauf wieder oben steht um es ein zweites mal zu versuchen?
Cam: Lasst mich die Frage mit einer Gegenfrage beantworten: Wieso hätte ich es nicht noch einmal versuchen sollen? Ich war in der glücklichen Situation, eine zweite Chance bekommen zu haben, und hätte mich später tierisch geärgert, wenn ich Sie nicht genutzt hätte. Das ist einfach meine Einstellung zum Leben. Nutze Deine Möglichkeiten und mache das beste draus! Es gibt so viele Menschen, die Ihre Möglichkeiten an sich vorbei ziehen lassen und danach vielleicht nie wieder eine zweite Chance bekommen. Und das bezieht sich auf alles im Leben, nicht nur aufs Radfahren. Ich gehe durchs Leben und versuche, alle Möglichkeiten zu nutzen, die sich mir ergeben.
Kyle: Das ist unser Leben, unser Job! Wer nicht mit Leidenschaft dabei ist, der sollte sich einen anderen Sport suchen. Das unterscheidet die Männer von den Jungen.

Du hast Dir in den letzten Jahren einen Namen gemacht, gerade weil Du an den größten und weitesten Sprüngen einen raushaust und die Massen beeindruckst. Hängt das Feeling für dicke und schnelle Aktionen vielleicht mit Deinem Downhill-Background zusammen?
Cam: Ja, das macht für mich schon Sinn, was Du sagst. Schließlich prägen einen die Jugend und das, womit man aufgewachsen ist. Ich stehe einfach auf große Sprünge, sie geben mir mehr Sicherheit als kleine, eher technische Dirtjumps. Man hat mehr Zeit auf dem Absprung und natürlich auch in der Luft - einerseits, um den Trick sauber durchzuführen, andererseits, um ihn rechtzeitig abzubrechen und sich auf dein Einschlag vorzubereiten, falls was schief geht. Man kann also sagen, das meine Jugend als DH-Racer mich irgendwie geprägt hat. Das soll aber nicht heissen, dass ich früher nicht auch gerne Street gefahren wäre. Schliesslich ist es als Jugendlicher die einfachste Form des Bikens. Man braucht kein Auto, sondern kann aus der Haustür rollen und loslegen. Am Ende kommt es einfach auf das Selbstvertrauen an, egal welches Bike man wo bewegt!

Wie sieht ein normaler Tag im Leben von Cameron Zink aus?
Cam: Puh, jeder Tag ist anders und es gibt nur wenige Dinge, die regelmässig passieren.

Okay, dann stellen wir die Frage anders: Wie sieht für Dich ein perfekter Tag aus?
Cam: So komisch das auch klingen mag, aber ich stehe gerne früh auf und kümmere mich um alles, was erledigt werden muss. Ich beantworte E-Mails und halte meine Firma SENSUS am Laufen. Es gibt eigentlich immer irgendwas zu tun, sei es, am Haus oder im Garten zu Arbeiten oder mit meinem Steuerberater zu telefonieren. Wenn alles erledigt ist, schnappen wir meistens unsere MX-Bikes und fahren zur Strecke. Danach wäre ein Pool BBQ ein perfekter Abschluss von solch einem Wunschtag. Umso komischer ist aber für mich, wenn ich in der Welt unterwegs bin, um bei Contests zu starten. Hier muss ich nur Rad fahren und hab sonst kaum was zu tun und auch keine MX-Karre dabei. Da ist solch ein Interview wie das hier eine angenehme Abwechslung. Danke also dafür (lacht)!


Quelle: Mountainbike Rider Magazin